Kurz angerissen: Hardware oder Software?

Diese Frage stellt man sich zwangsweise, sobald man mehr als nur die sequenzereigenen Plugins verwenden möchte. Dabei werden heutzutage Plugins bevorzugt, da sich diese einfach und bequem in den Sequenzer integrieren lassen und nicht jeder ein 16- oder 24-Kanal Mischpult oder eine Soundkarte mit mehreren Ein- und Ausgängen zuhause hat. Jedoch kann auch ein einzelnes Hardware-Gerät einer gesamten Produktion einen einzigartigen Klang verleihen. Als Anfänger würde ich jedoch zunächst mit Software-Plugins beginnen, um erstens den Geldbeutel zu schonen und so zumindest die Funktionsweise des Effekts besser verstehen zu können. Mit Software-Plugins hat man die Möglichkeit jede Parameteränderung in jedem Song abspeichern zu können und zu automatisieren. Außerdem kann man das Plugin beliebig häufig einsetzen. Später kann man sich immer noch entscheiden, ob man auf Hardware umsteigen möchte. Eines haben Hardware-Geräte den Software-Geschwistern jedoch immer voraus: Jedes Gerät hat einen einzigartigen Klang.

Kleine Pause…

Da ich zur Zeit mit der Herstellung meiner eigenen DVD beschäftigt bin, gibt es bis zum 25. August keine neuen Artikel.
Jedoch gebe ich schonmal eine kleine Vorschau:
– Mastern für Anfänger(I)
– Mastern für Anfänger(II)
– Einblick in den Studiobau von AS-Music

Der Krieg mit der Lautstärke – Loudness War

Jeder von uns kennt dieses Beispiel: Sobald ein Privatsender vom Unterhaltungsprogramm auf Werbung schaltet wird es plötzlich laut in unseren Wohnzimmern. Aber nicht nur Werbemusik sondern auch normale Audio-CDs sind mittlerweile Opfer des Loudness Wars geworden. Dabei handelt sich um das Phänomen, dass sich laute Musik „besser“ anhört als leise. Das dies nicht der Fall ist, läßt sich damit beweisen, wenn man mal mehrere Aufnahmen mit der subjektiven gleichen Lautstärke vergleicht.

Ein schönes Beispiel hierzu finden wir auf Youtube:

httpv://www.youtube.com/watch?v=7UjQc0dM4H4

Bei gleicher subjektiver Lautheit klingt das Original von 1986 besser.

Was kann man nun tun, damit die eigene Produktion qualitativ gut klingt, aber auf dem Musikmarkt durch weniger Lautheit nicht untergeht?

Zuerst beginnt man damit einen Vergleich zwischen der originalen unkomprimierten Fassung und dem komrimierten Signals zu machen. Wichtig dabei ist, dass man beim komprimierten Signal den Ausgangspegel so leise macht, dass dieses genauso laut klingt wie das unkomprimierte Signal. Erst dann kann man wirklich vergleichen, ob das komprimierte Signal den Klang nicht zu sehr verändert hat. Jetzt kann man den Kompressor und den Maximizer nochmals nachregeln. Nach jeder Änderung ziehen wir die subjektive Lautheit des komprimierten Signals wieder nach und vergleichen dieses wieder mit dem Original. Ist man dann mit dem Sound zufrieden, kann man ruhig den Ausgangspegel wieder auf 0 db stellen und erhält ein qualitativ hochwertiges, dynamisches und trotzdem lautes Signal.