Heute möchte ich mich mit dem Thema Microtiming beschäftigen und euch zeigen, wie wichtig dies für den Groove eurer Rythmen ist.

Am Besten verdeutliche ich dies euch mit drei Beispielen. Im Beispiel 1 lasse ich die Bassdrum normal ohne Veränderung im Timing abspielen, im Beispiel 2 ziehe ich sie etwas nach vorne und zum Schluss im Beispiel 3 nach hinten:

Beispiel 1 (normal):

[audio:http://www.audiomixing.de/audio_beispiele/microtiming/Beispiel1.mp3]

Beispiel 2 (vorgezogene Bassdrum):

[audio:http://www.audiomixing.de/audio_beispiele/microtiming/Beispiel2.mp3]

Beispiel 3 („nachhängende“ Bassdrum):

[audio:http://www.audiomixing.de/audio_beispiele/microtiming/Beispiel3.mp3]

Besprechen werde ich nun nur Beispiel 2 und 3.

Wie Ihr am Beispiel 2 hören könnt, klingt diese so, als ob sie für sich alleine spielt. Sie ist soweit vorgezogen, dass wir sie sich nicht mehr mit dem restlichen Rythmus in Verbindung bringen.

Dagegen fügt sich die Bassdrum im Beispiel 3 gut in den gesamten Drumloop ein. Die Mitten der Bassdrum werden nicht mehr so laut wahrgenommen. Dies liegt daran, dass  die Transienten der Bassdrum etwas später kommen als die Transienten der anderen Instrumente die fast gleichzeitig mit der Bassdrum gespielt werden. Dadurch grooved der Rythmus wesentlich mehr.

Natürlich muss man sich beim Microtiming nicht auf die Bassdrum beschränken. Alle Percussions und Drums benötigen den Feinschliff per Microtiming. Versuchts einfach mal selbst…

PS: Ich habe natürlich absichtlich eine extrem laute und mittige Bassdrum genommen :-)